Ritterschaft
"Deutsche Ehrenlegion"


 

 

Auszug aus:

Ritterliche Tradition heute

Die Mitgliedschaft im Ritterorden

 

EINLEITUNG

Nicht selten wird heute gefragt, ob die Tradition eines Ritterordens noch zeitgemäß sei. Mit den Begriffen Ritter und Ritterorden können die wenigsten Menschen noch etwas anfangen. Zweifellos ist das Rittertum alter Prägung untergegangen, die Tugenden jedoch, die es trugen, sind keine Erfindungen mit mittelalterlichem Verfallsdatum, sie sind die Summe der ethischen Kultur des Abendlandes seit seinen Anfängen. Grundlagen des ritterlichen Ethos sind die vier Kardinaltugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigkeit, wie sie schon die klassische griechische Philosophie entworfen hatte und wie sie später in das christlich-ethische System eingeflossen sind.

Es sind vor allem vier Grundhaltungen, die den Ritter auszeichnen und kennzeichnen: Beständigkeit, Maß, Treue und Mildtätigkeit. Im Einzelnen bedeutet dies Stetigkeit und Verlässlichkeit im alltäglichen Handeln, Gefühl für das Angemessene, also das sichere Urteil, Zuverlässigkeit im Umgang miteinander, Mildtätigkeit und Freigebigkeit. So verstanden, machen diese ritterlichen Grundhaltungen auch heute noch Sinn und sind geeignet, der nach Werten suchenden heutigen Gesellschaft Orientierung zu geben.

Die wichtigsten Kriterien, die Mitglieder der Ritterschaft auszeichnen, sind: Vorbild durch ein christliches Leben und Zeuge der christlichen Nächstenliebe durch die Hilfe und Unterstützung aktiver und ehemaliger hilfsbedürftiger Soldaten, Reservisten und Veteranen und deren Angehörige zu sein.

Der Orden ist unpolitisch, keine Gesellschaft zur Verteidigung eines Standes, einer Gruppe oder Person, sondern eine Institution mit gemeinnützigen Anliegen.

Seine Mitglieder sind praktizierende Christen und verpflichten sich, sich lebenslänglich für den Frieden in Freiheit, das Gedenken unserer gefallenen und vermissten Soldaten, der Pflege der Kameradschaft und des deutschen Soldatentums und die Unterstützung Hilfsbedürftiger einzusetzen.

Die Mitgliedschaft bedeutet, dass die Ordensangehörigen stets ein Leben führen, das mit den Idealen und den menschlichen Werten übereinstimmt, zu denen sie sich durch ihren Glauben bekennen.

Wir wollen Mahner sein mit dem Gedankengut der gefallenen Kameraden und alles tun was unserem Frieden und unserer Freiheit dienlich ist.

Wichtig ist das grenzüberschreitende Miteinander von Menschen mit großem beruflichem Erfahrungsschatz, aber auch das ehrenamtliche Engagement. Hinzu kommt die Freude ritterliche Rituale zu pflegen. Nicht zuletzt kann der einzelne und die Ordensgemeinschaft, Kraft draus schöpfen, Menschen in Not zu helfen. Wer will kann viele interessante und menschliche Freundschaften schließen.

Auf diese Grundsätze ist auch das Ordensstatut aufgebaut, das für alle Mitglieder des Ordens verbindlich ist. Durch das Statut wird das persönliche Engagement des einzelnen Ordensmitgliedes in allen Bereichen der Gesellschaft eingefordert. Ebenso soll prinzipiell die ökumenische Zielsetzung geschätzt werden. Toleranz gegenüber anders Gläubigen und eine untadelige Lebensweise der einzelnen Ordensmitglieder wird eingefordert.

 

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Ordenskanzlei S-T-V 1813 in Bayern
Eugen-Roth-Straße 3

95703 Plößberg

 

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